Zahlungsmethoden im Onlineshop: So wählst du die richtigen Bezahlarten für dein Geschäftsmodell

Veröffentlicht:

7. Juni 2024

Welche Zahlungsmethoden wirklich über den Erfolg deines Onlineshops entscheiden

Wer einen Onlineshop betreibt, kommt an der Frage nach den richtigen Zahlungsmethoden nicht vorbei. Kunden erwarten heute eine komfortable Auswahl – von Kreditkarte über PayPal bis hin zu Rechnungskauf oder SEPA-Lastschrift. Doch genau hier passieren viele Fehlentscheidungen. Häufig werden Zahlungsarten lediglich deshalb integriert, weil Wettbewerber sie ebenfalls anbieten oder weil sie auf den ersten Blick eine hohe Nachfrage versprechen.

Tatsächlich ist die Auswahl der passenden Zahlungsmethoden deutlich komplexer. Jede Zahlungsart hat Auswirkungen auf Conversion, Zahlungsausfallrisiken, Liquidität, technische Prozesse und den operativen Aufwand im Unternehmen. Besonders anspruchsvoll wird dies in Branchen, in denen zwischen Zahlung und Leistungserbringung mehrere Wochen oder sogar Monate liegen – beispielsweise in der Reisebranche.

Genau vor dieser Herausforderung stand auch der europäische Reiseveranstalter Loveholidays. Das Unternehmen wollte seinen deutschen Kunden zusätzliche Zahlungsmethoden wie Rechnungskauf und SEPA-Lastschrift anbieten. Die eigentliche Fragestellung lautete jedoch nicht, welche Zahlungsmethoden existieren, sondern welche Lösung langfristig zum Geschäftsmodell passt. Dazu mussten Marktstandards analysiert, Wettbewerber betrachtet sowie verschiedene Umsetzungsmodelle bewertet werden, bevor überhaupt eine Entscheidung für die spätere Implementierung getroffen werden konnte.

Hier erfährst du, welche Zahlungsmethoden heute relevant sind, worauf du bei der Auswahl achten solltest und warum gerade komplexe Geschäftsmodelle eine individuelle Payment-Strategie benötigen.

Warum die Wahl der richtigen Zahlungsmethoden weit mehr ist als eine technische Entscheidung

Fast jeder Onlineshop bietet heute die klassischen Zahlungsmethoden wie Kreditkarte, PayPal oder Apple Pay an. Viele Händler orientieren sich dabei an Wettbewerbern oder übernehmen einfach den Standard ihres Shopsystems oder Zahlungsdienstleisters. Für viele Geschäftsmodelle funktioniert dieser Ansatz durchaus.

Sobald jedoch höhere Warenkörbe, internationale Märkte oder besondere Geschäftsmodelle ins Spiel kommen, reicht dieser Standard häufig nicht mehr aus. Dann stellt sich nicht mehr nur die Frage, welche Zahlungsmethoden Kunden erwarten, sondern auch, welche Auswirkungen diese auf Prozesse, Liquidität und Risiken haben.

Besonders deutlich wird das in der Reisebranche. Anders als im klassischen E-Commerce wird die eigentliche Leistung oft erst Wochen oder Monate nach der Buchung erbracht. Gleichzeitig erwarten Kunden flexible Zahlungsmöglichkeiten – beispielsweise eine Anzahlung bei der Buchung und die Begleichung des Restbetrags erst kurz vor Reiseantritt. Manche Kunden bevorzugen zudem den Rechnungskauf oder die SEPA-Lastschrift, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch keine Zahlung erfolgt ist, sondern lediglich ein Zahlungsversprechen besteht.

Genau diese Besonderheiten stellen hohe Anforderungen an die internen Prozesse. Buchungen müssen bestätigt werden, obwohl das Geld teilweise noch gar nicht eingegangen ist. Zahlungspläne müssen überwacht, Restzahlungen rechtzeitig eingezogen und mögliche Zahlungsausfälle berücksichtigt werden. Nicht jede Zahlungsmethode lässt sich dabei problemlos mit jedem Geschäftsmodell kombinieren.

Vor genau dieser Herausforderung stand auch Loveholidays. Als internationaler Reiseveranstalter verfügte das Unternehmen bereits über eine breite Auswahl an Zahlungsmethoden. Für den deutschen Markt sollte das Angebot jedoch um Rechnungskauf und SEPA-Lastschrift erweitert werden – zwei Zahlungsarten, die hierzulande eine deutlich höhere Akzeptanz besitzen als in vielen anderen europäischen Ländern.

Die Herausforderung bestand allerdings nicht darin, diese Zahlungsmethoden technisch anzubinden. Vielmehr musste zunächst verstanden werden, wie Wettbewerber diese Zahlungsarten einsetzen, welche Prozesse dahinterstehen und ob eine Eigenentwicklung oder die Zusammenarbeit mit spezialisierten Dienstleistern langfristig die bessere Lösung darstellt. Erst auf Basis dieser Erkenntnisse konnte eine fundierte Entscheidung getroffen werden.

4 typische Fehler bei der Auswahl von Zahlungsmethoden

  1. Zahlungsmethoden ausschließlich nach ihrer Beliebtheit auswählen. Nur weil eine Zahlungsart häufig genutzt wird, passt sie nicht automatisch zum eigenen Geschäftsmodell.
  2. Operative Prozesse unterschätzen. Zahlungsarten wie Rechnungskauf oder SEPA-Lastschrift beeinflussen Buchhaltung, Forderungsmanagement, Mahnprozesse und Liquiditätsplanung erheblich.
  3. Besonderheiten einzelner Branchen ignorieren. Geschäftsmodelle mit Anzahlungen, wiederkehrenden Zahlungen oder einer Leistungserbringung in der Zukunft benötigen häufig deutlich komplexere Payment-Prozesse.
  4. Den falschen Zahlungsdienstleister wählen. Nicht jeder Anbieter unterstützt jedes Geschäftsmodell gleichermaßen. Unterschiede bestehen beispielsweise bei Risikoprüfung, Zahlungsplänen, Forderungsmanagement oder der Unterstützung internationaler Märkte.

Viele Unternehmen konzentrieren sich zunächst auf die technische Integration neuer Zahlungsmethoden. Die eigentlichen Herausforderungen entstehen jedoch häufig erst nach dem Go-live. Sobald Zahlungen nicht mehr sofort erfolgen, sondern gestaffelt eingezogen oder erst zu einem späteren Zeitpunkt fällig werden, verändern sich auch die internen Abläufe.

Hinzu kommt, dass einige Zahlungsdienstleister bestimmte Geschäftsmodelle bewusst ausschließen oder nur eingeschränkt unterstützen. Gerade in der Reisebranche bewerten viele Anbieter das Risiko aufgrund der langen Zeitspanne zwischen Zahlung und Leistungserbringung deutlich strenger. Dadurch unterscheiden sich nicht nur die verfügbaren Zahlungsmethoden, sondern oftmals auch Vertragsbedingungen, Sicherheitsleistungen oder Auszahlungsmodelle.

Ein weiterer Fehler besteht darin, sich ausschließlich auf einzelne Zahlungsarten zu konzentrieren. Erfolgreiche Unternehmen betrachten stattdessen den gesamten Zahlungsprozess – von der Auswahl der Zahlungsmethode über die technische Integration bis hin zu Risiko, Buchhaltung, Auszahlung und Customer Experience.

Merksatz: Die richtige Zahlungsmethode ist nur ein Teil der Lösung. Erst wenn Zahlungsart, Geschäftsmodell, Prozesse und Zahlungsdienstleister optimal zusammenspielen, entsteht ein leistungsfähiger und zukunftssicherer Checkout.

Nicolas Kadner portraitNicolas KadnerCEO Kadner solutions

Welche Zahlungsmethoden passen zu welchem Geschäftsmodell?

Eine hohe Conversion ist für nahezu jeden Onlineshop wichtig. Trotzdem sollte die Auswahl der Zahlungsmethoden nicht allein danach erfolgen, welche Bezahlart im Checkout besonders beliebt ist. Entscheidend ist, ob sie auch zu den Zahlungszeitpunkten, dem Leistungsmodell, den durchschnittlichen Warenkörben, den Zielmärkten und den internen Prozessen des Unternehmens passt.

Ein Händler, der physische Ware wenige Tage nach der Bestellung versendet, hat andere Anforderungen als ein Reiseanbieter, der eine Leistung verkauft, die möglicherweise erst Monate später erbracht wird. In der Reisebranche kommen häufig Anzahlungen, spätere Restzahlungen, Umbuchungen, Stornierungen und Erstattungen hinzu. Außerdem muss geklärt werden, wann eine Buchung verbindlich bestätigt werden kann und wie mit Zahlungen umgegangen wird, die noch nicht endgültig gesichert sind.

Rechnungskauf und SEPA-Lastschrift sind dafür gute Beispiele. Bei beiden Zahlungsmethoden kann der Kunde den Buchungsprozess abschließen, ohne dass zu diesem Zeitpunkt bereits ein unumkehrbarer Zahlungseingang vorliegt. Das Unternehmen muss deshalb festlegen, wie offene Forderungen, Rücklastschriften, fehlgeschlagene Einzüge und Zahlungspläne behandelt werden. Auch die Frage, ob diese Aufgaben intern übernommen oder an einen spezialisierten Partner ausgelagert werden, hat erheblichen Einfluss auf die spätere Lösung.

Statt Zahlungsmethoden pauschal bestimmten Branchen zuzuordnen, sollten sie anhand ihrer konkreten Eigenschaften bewertet werden:

Zahlungsmethode Typischer Nutzen Was vor der Einführung geprüft werden sollte
Kreditkarte International verbreitet, schnelle Autorisierung, für einmalige und wiederkehrende Zahlungen einsetzbar Akzeptiert der Anbieter das Geschäftsmodell? Wie funktionieren Autorisierung, spätere Belastung, Teilzahlungen, Erstattungen und Chargebacks?
PayPal Bekannter Wallet-Checkout, bestehende Kundenzugänge und meist geringer Eingabeaufwand Welche Kosten, Einbehalte, Konfliktfälle und Abhängigkeiten entstehen? Lassen sich Anzahlungen, spätere Zahlungen und Erstattungen passend abbilden?
Apple Pay und Google Pay Schneller, insbesondere mobil komfortabler Checkout auf Basis einer hinterlegten Karte Die Wallet ersetzt nicht die Kartenakzeptanz im Hintergrund. Zu prüfen sind Geräteabdeckung, technische Einbindung und die Unterstützung durch PSP und Acquirer.
Rechnungskauf Kunde muss nicht unmittelbar im Checkout bezahlen; kann Vertrauen und Abschlussbereitschaft stärken Wer übernimmt Bonitätsprüfung, Zahlungsüberwachung, Mahnwesen und Ausfallrisiko? Ist Rechnungskauf bei einer erst später erbrachten Leistung überhaupt passend umsetzbar?
SEPA-Lastschrift Geeignet für vereinbarte Einzüge und wiederkehrende oder terminierte Zahlungen Mandat, Vorabinformation, Einzugstermine, Rücklastschriften und Wiederholungsversuche müssen sauber organisiert sein. Eine Lastschrift ist keine sofortige Zahlungsgarantie.
Raten- oder Teilzahlung Verteilt höhere Beträge auf mehrere Zahlungstermine und kann größere Buchungen erleichtern Es muss zwischen einem eigenen Zahlungsplan und einer Finanzierung durch Dritte unterschieden werden. Regulierung, Ausfallrisiko, Fälligkeiten und Kundenkommunikation unterscheiden sich deutlich.
Bankbasierte Direktzahlung Zahlung wird aus dem Onlinebanking des Kunden angestoßen und kann eine Alternative zu Karten oder Wallets sein Marktakzeptanz, Rückerstattungsprozesse, Zahlungsbestätigung und die Eignung für spätere Teilbeträge müssen geprüft werden.

Vorteile einer bedarfsgerechten Auswahl

  • Kunden finden Zahlungsmethoden, die zu ihren Erwartungen und ihrer finanziellen Situation passen.
  • Zahlungsarten lassen sich besser mit Buchung, Leistungserbringung, Erstattung und Forderungsmanagement abstimmen.
  • Anbieter können nach tatsächlicher Eignung für das Geschäftsmodell ausgewählt werden, statt nur nach einer langen Methodenliste.

Herausforderungen

  • Eine angebotene Zahlungsmethode kann im Hintergrund erheblichen operativen Aufwand verursachen.
  • Zahlungsmethoden mit ähnlicher Darstellung im Checkout können sich bei Risiko und Zahlungszeitpunkt stark unterscheiden.
  • Besonders bei langfristig im Voraus verkauften Leistungen muss der gesamte Prozess bis zur endgültigen Leistungserbringung betrachtet werden.

Vorteile einer passenden Auswahl an Zahlungsmethoden

  • Höhere Conversion durch kundenorientierte Zahlungsoptionen.
  • Bessere Kundenzufriedenheit und weniger Kaufabbrüche.
  • Optimale Abstimmung zwischen Checkout, Prozessen und Geschäftsmodell.

Herausforderungen

  • Unterschiedliche Risiken je nach Zahlungsart.
  • Nicht jeder Zahlungsdienstleister unterstützt komplexe Geschäftsmodelle.
  • Internationale Märkte erfordern häufig andere Zahlungsmethoden und Prozesse.

Warum die Wahl des Zahlungsdienstleisters genauso wichtig ist wie die Zahlungsmethode

Viele Unternehmen konzentrieren sich zunächst darauf, welche Zahlungsmethoden angeboten werden sollen. Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch häufig eine Ebene darunter: Welcher Zahlungsdienstleister kann diese Anforderungen überhaupt zuverlässig abbilden?

Gerade in komplexeren Branchen unterscheiden sich Anbieter erheblich. Einige Zahlungsdienstleister konzentrieren sich auf klassische E-Commerce-Modelle mit sofortiger Zahlung und schneller Warenlieferung. Andere verfügen über spezialisierte Lösungen für Geschäftsmodelle mit Anzahlungen, Zahlungsplänen oder einer Leistungserbringung weit in der Zukunft.

Loveholidays stand genau vor dieser Fragestellung. Das Unternehmen wollte Rechnungskauf und SEPA-Lastschrift nicht einfach technisch integrieren, sondern zunächst verstehen, wie etablierte Wettbewerber diese Zahlungsarten umgesetzt haben. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, welche Prozesse intern erforderlich sind und welche Aufgaben sinnvoll an spezialisierte Dienstleister ausgelagert werden können. Dabei wurden unter anderem Vor- und Nachteile einer Eigenabwicklung gegenüber externen Lösungen analysiert und bewertet.

Das Ergebnis war keine vorschnelle Produktempfehlung, sondern eine fundierte Entscheidungsgrundlage. Sämtliche Optionen wurden dokumentiert, Marktstandards validiert und so aufbereitet, dass auch interne Stakeholder außerhalb des Payment-Bereichs die Vor- und Nachteile nachvollziehen konnten. Auf dieser Basis konnte Loveholidays zwei konkrete Lösungsansätze identifizieren und deren Umsetzung gezielt weiterverfolgen – mit der Sicherheit, eine strategisch fundierte Entscheidung zu treffen und nicht lediglich einem Markttrend zu folgen.

Vorteile einer strategischen Anbieterwahl

  • Zahlungsdienstleister und Geschäftsmodell passen langfristig zusammen.
  • Risiken werden bereits vor der Implementierung erkannt.
  • Interne Entscheidungen basieren auf objektiven Marktinformationen statt auf Annahmen.

Herausforderungen

  • Unterschiede zwischen den Anbietern sind oft erst auf den zweiten Blick erkennbar.
  • Internationale Expansion bringt länderspezifische Anforderungen mit sich.
  • Die richtige Entscheidung erfordert Marktkenntnis, Erfahrung und einen strukturierten Vergleich.
Nicolas Kadner portraitNicolas KadnerGeschäftsführer Kadner Solutions GmbH

Fazit

Die Auswahl der richtigen Zahlungsmethoden ist weit mehr als eine technische Entscheidung im Checkout. Sie beeinflusst die Conversion, das Kundenerlebnis, interne Prozesse und das unternehmerische Risiko gleichermaßen. Besonders bei komplexen Geschäftsmodellen – etwa in der Reisebranche – reicht es nicht aus, einfach die beliebtesten Zahlungsarten zu integrieren.

Die Fallstudie von Loveholidays zeigt eindrucksvoll, dass eine fundierte Payment-Strategie bereits vor der technischen Umsetzung beginnt. Durch die Analyse des deutschen Marktes, den Vergleich verschiedener Umsetzungsmodelle und die Bewertung der Vor- und Nachteile einzelner Lösungsansätze entstand eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Statt vorschnell einen Zahlungsdienstleister auszuwählen, wurden zunächst die Anforderungen des Geschäftsmodells definiert und anschließend passende Optionen identifiziert. Dieses strukturierte Vorgehen minimiert Risiken und schafft die Basis für langfristig stabile Zahlungsprozesse.

Wenn du deine Zahlungsmethoden optimieren möchtest, solltest du daher nicht nur auf die Erwartungen deiner Kunden schauen, sondern immer auch dein Geschäftsmodell, deine operativen Abläufe und die Besonderheiten deiner Branche berücksichtigen. Erst wenn diese Bausteine zusammenpassen, entsteht ein Checkout, der sowohl Kunden als auch dein Unternehmen nachhaltig unterstützt.

Deine nächsten Schritte

  • Analysiere dein Geschäftsmodell: Prüfe, welche Anforderungen deine Produkte oder Dienstleistungen an Zahlungsarten und Zahlungsprozesse stellen.
  • Betrachte den gesamten Zahlungsprozess: Beziehe neben der Conversion auch Risiken, Liquidität, Buchhaltung und operative Abläufe in deine Entscheidung ein.
  • Vergleiche Lösungen strukturiert: Bewerte Zahlungsdienstleister nicht nur nach Kosten oder verfügbaren Zahlungsmethoden, sondern danach, wie gut sie zu deinem Geschäftsmodell passen.

FAQ – Häufige Fragen zu Zahlungsmethoden

  • Das hängt von deiner Zielgruppe, deinem Geschäftsmodell und den Zielmärkten ab. In Deutschland gehören Kreditkarte, PayPal, Apple Pay, Google Pay, Rechnungskauf und SEPA-Lastschrift zu den wichtigsten Zahlungsmethoden. Welche davon sinnvoll sind, sollte jedoch immer anhand der individuellen Anforderungen bewertet werden.

  • Neben Kreditkarte und digitalen Wallets sind insbesondere PayPal und Rechnungskauf sehr beliebt. Gerade der Rechnungskauf genießt in Deutschland ein hohes Vertrauen und kann die Conversion in vielen Branchen positiv beeinflussen.

  • Zwischen Buchung und Reisebeginn liegen häufig mehrere Wochen oder Monate. Zusätzlich arbeiten viele Reiseanbieter mit Anzahlungen und Restzahlungen. Dadurch entstehen besondere Anforderungen an Zahlungsprozesse, Liquiditätsplanung und Risikomanagement, die nicht jeder Zahlungsdienstleister gleichermaßen unterstützen kann.

  • Nein. Zwar bieten viele Anbieter ähnliche Zahlungsarten an, sie unterscheiden sich jedoch deutlich bei Themen wie Branchenfokus, Risikobewertung, Auszahlungsmodellen, Zahlungsplänen oder der Unterstützung internationaler Geschäftsmodelle. Deshalb sollte die Auswahl immer auf Basis der eigenen Anforderungen erfolgen.

  • Eine externe Beratung ist insbesondere dann sinnvoll, wenn neue Märkte erschlossen, zusätzliche Zahlungsmethoden eingeführt oder bestehende Zahlungsprozesse optimiert werden sollen. Ein neutraler Blick auf Marktstandards, Anbieter und Prozessabläufe hilft dabei, Fehlentscheidungen zu vermeiden und eine langfristig tragfähige Payment-Strategie zu entwickeln.

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